Scan-to-BIM-Workflows: Von der Punktwolke zu Revit in 5 Schritten
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Scan-to-BIM-Workflows: Von der Punktwolke zu Revit in 5 Schritten

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M.Sc. Sarah Weiss
Specialist Heritage Documentation · 5. Dezember 2023

Der Begriff Scan-to-BIM umfasst sehr unterschiedliche Qualitätsstufen. Ein grob auf eine Schnittdarstellung gelegter Grundriss und ein parametrisierbares Revit-Modell mit LOD 400 fallen technisch beide unter Scan-to-BIM, unterscheiden sich in ihrem Nutzen aber fundamental. Dieser Beitrag zeigt unseren Produktionsworkflow und die Qualitätsgates an jeder Stufe.

Schritt 1: Registrierung und QA

Rohdaten werden in Leica Cyclone Register 360 importiert und über Kugelziele sowie Cloud-to-Cloud-Methoden registriert. Jedes Stationspaar muss einen RMSE unter 1,5 mm erreichen, bevor es in die einheitliche Punktwolke überführt wird. Anschließend prüfen wir den Datensatz auf Lücken, Rauschen und Sättigungsartefakte.

Schritte 2 bis 5: Modellierung, QA und Übergabe

Die E57-Datei wird über Autodesk ReCap nach Revit übernommen. Die Modellierung erfolgt gewerksweise, wobei jedes Element direkt an die Punktwolke geschnappt wird. Eine abschließende 3D-QA vergleicht das fertige Modell über BIM-360-Abweichungsanalyse mit der Punktwolke. Zugelassen werden maximal 10 mm Abweichung bei LOD 300 und 3 mm bei LOD 400. Danach exportieren wir IFC 4 und übergeben Modell, E57-Archiv und Survey-Report an den Kunden.

Ein belastbarer Scan-to-BIM-Prozess zeichnet sich nicht nur durch das Endmodell aus, sondern durch dokumentierte QA-Gates. Fragen Sie Ihren Dienstleister daher immer nach Registrierungsbericht, Abweichungsanalyse und Festpunktnetz-Zertifikat.