Integration von Drohnen-LiDAR: UAV- und terrestrische Daten kombinieren
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Integration von Drohnen-LiDAR: UAV- und terrestrische Daten kombinieren

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M.Sc. Sarah Weiss
Specialist Heritage Documentation · 20. Oktober 2023

Noch vor wenigen Jahren war UAV-LiDAR methodisch weitgehend von terrestrischem Scanning getrennt. Begrenzte Genauigkeit und der hohe Aufwand bei der Datenfusion machten viele Einsätze unwirtschaftlich. Das hat sich geändert. Moderne Systeme, insbesondere Plattformen der miniVUX-Klasse, erreichen heute Genauigkeiten, die für viele Praxisanwendungen ausreichend sind.

Was UAV-LiDAR besonders gut kann

UAV-LiDAR eignet sich hervorragend für Flächen, die vom Boden aus schwer oder riskant zugänglich sind: Dächer, obere Fassadenbereiche, Böschungen, Gleisfelder oder weitläufige Werksgelände. Ein 30-minütiger Flug kann Areale erfassen, für die terrestrisch mehrere Tage notwendig wären.

Der Integrationsworkflow

Die erfolgreiche Zusammenführung von UAV- und terrestrischen Datensätzen beginnt mit einem gemeinsamen geodätischen Bezugsrahmen. GNSS-aufgenommene Ground Control Points liefern die Verbindung. Beide Datensätze werden zunächst separat registriert und erst danach in den Überlappungsbereichen zusammengeführt, wobei terrestrische Daten aufgrund ihrer höheren Genauigkeit Priorität behalten.

Für große und geometrisch komplexe Standorte, Industrieareale, Verkehrsknoten oder Denkmalensembles, ist die Kombination aus UAV und terrestrischem Scanning heute oft der sinnvollste Standard. Sie reduziert Zugangsrisiken, beschleunigt die Erfassung und verbessert die Vollständigkeit des Modells.